DIE FOLGEN GROSSBRITANNIENS AUSTRITTS AUS DER EU FÜR DIE PRODUKTKONFORMITÄT

Großbritannien wird mit dem Austritt aus der EU zu einem Drittstaat, wodurch das Inverkehrbringen neuer Produkte von und in die UK erschwert wird. Passiert dies ohne ein relevantes Abkommen, so ändert sich die Rolle von Wirtschaftsakteuren in der EU. Der Einführer von Produkten aus Großbritannien wird dann zum Importeur in die verbleibende EU-27 und hat im Wesentlichen dieselben Pflichten wie ein Importeur von Waren aus China. Notifizierte Stellen, z.B. nach der Richtlinie für Persönliche Schutzausrüstung oder Medizinprodukte, in Großbritannien verlieren ihren Status. Damit sind durch sie zertifizierte Produkte nicht mehr als konform zu vermuten.

Betroffene:

Händler, die Ware aus Großbritannien beziehen sowie Importeure und Hersteller, die für das CE-Konformitätsverfahren für ihre Produkte bislang eine notifizierte Stelle in Großbritannien nutzten.

Anforderungen:

Produkte aus Großbritannien müssen einem Konformitätsverfahren innerhalb der EU-27 entsprechen

Unsere Empfehlung:

Da weder Termin noch Austrittsreglement derzeit bekannt sind, ist die Absicherung von Produkten durch benannte Stellen in Großbritannien nicht zu empfehlen. Waren aus Großbritannien sollten wie Importwaren behandelt werden.

Die TMK stellt Händlern und Importeuren vorsorglich belastbare Absicherungskonzepte bereit.