Die europäische Konsumgüterindustrie steht 2026 vor einem deutlich erweiterten regulatorischen Rahmen. Neben strengeren Umwelt- und Inhaltsstoffvorgaben gewinnen insbesondere Cybersecurity-Anforderungen an Bedeutung. Der Cyber Resilience Act (CRA) verpflichtet Hersteller digitaler Produkte seit dem 11. September 2026 dazu, aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken innerhalb von 24 Stunden an die ENISA und zuständige nationale Behörden zu melden. Eine ausführliche Dokumentation muss spätestens nach 72 Stunden folgen. Bei Verstößen sind Sanktionen von bis zu 15 Millionen Euro oder 2,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes möglich. Die EU-Kommission beziffert die erwarteten Umsetzungskosten auf rund 29 Milliarden Euro.
Eine PwC-Erhebung aus dem Frühjahr 2026 verdeutlicht den Vorbereitungsbedarf: Von 100 befragten Industrieunternehmen bezeichneten sich lediglich 3 Prozent als vollständig CRA-konform, während 27 Prozent noch keine Verfahren für Produktsicherheitsprobleme etabliert hatten.
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