Die PPWR regelt die erweiterte Herstellerverantwortung neu: Künftig zählt die Rolle in der Wertschöpfungskette statt nur des klassischen Produzenten. Händler, die Eigenmarken vertreiben, gelten automatisch als „Erzeuger“ und tragen die Verantwortung für die Verpackung; eine Weitergabe an Lieferanten ist nicht erlaubt. Beim Import ohne Zwischenhändler wird ebenfalls der Händler zum verantwortlichen Systembeteiligten. Künftig müssen Unternehmen also nicht nur für die Recyclingfinanzierung Sorge tragen, sondern auch alle Verpackungen vor dem Vertrieb bei einem dualen System anmelden. Der Stichtag ist der 12. August 2026. Einen Übergangszeitraum gibt es nicht und ohne vollständige Compliance droht ein Verkaufsverbot.
Datenmanagement und Lieferketten-Transparenz im Fokus
Fehlerhafte oder unvollständige Mengenerfassungen können das Recycling- und Entsorgungssystem finanziell beeinträchtigen und die Planung von Sortier- und Verwertungskapazitäten erschweren, wodurch Recyclingziele gefährdet werden. Für korrekte Mengenmeldungen und entsprechende Vertragsanpassungen sind präzise Angaben zu Verpackungsgewichten und Materialien erforderlich, die eine durchgängige Dokumentation aller Verpackungsdaten einschließen. Auch Händler sind daher gefordert, ihre Prozesse anzupassen, Transparenz über Verpackungsströme sicherzustellen und Registrierungen, Markennamen sowie Meldedaten stets aktuell und konsistent zu halten. Eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten ist dabei essenziell, da vollständige und verlässliche Verpackungs- und Produktdaten die Grundlage für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Handel bilden.
Unternehmen müssen jetzt aktiv werden: Systembeteiligungsverträge abschließen, Daten in der Lieferkette erfassen, Registrierungen und Meldungen aktualisieren sowie revisionssichere Dokumentation aufbauen. Nur wer rechtzeitig handelt, vermeidet Vertriebsverbote und erfüllt gesetzliche Pflichten.
Rollenklärung und Know-how als Erfolgsfaktor der PPWR-Umsetzung
Das Fazit ist eindeutig: Die PPWR ist kein theoretisches Regulierungsthema, sondern eine operative Pflicht mit unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen. Händler und Hersteller sollten daher gezielt in Know-how investieren, um ihre Rollen klar verstehen zu lernen. Verpassen Sie daher nicht den Auftaktworkshop unserer trade-e-bility Workshop-Reihe am 28.05.2026 zum Thema Rollen und Verantwortlichkeiten gemäß der neuen Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Definitionen, Unterscheidung und Aufgaben von "Hersteller“ und "Erzeuger“).
Hiermit erhalten Sie Klarheit darüber, welche konkreten Pflichten sich für Sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette ergeben. So lassen sich rechtliche Unsicherheiten gezielt vermeiden und Risiken systematisch reduzieren.
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